Die Ausbildung für den Hund ist sehr vielseitig. Der Spaß am Lernen steht aber bei allen Disziplinen im Vordergrund. Das Training ist von Spiel und Belohnung geprägt, dadurch suchen die Hunde immer mit großer Motivation.
Als erstes lernen die Hunde, dass der Mensch, den sie suchen, etwas besonderes hat. Das kann besonders beliebtes Futter sein oder das Lieblingsspielzeug. Dadurch lernen die Hunde, dass es sich für sie lohnt, wenn sie zum Menschen gehen. Zu Begin dürfen die Hunde den Menschen noch sehen und laufen nur kurze Distanzen. Diese werden mit der Zeit größer und der Mensch fängt an, sich zu verstecken. Das ist der Moment, in dem der Hund das Suchen anfängt. Streng genommen sucht er nicht den Mensch, sondern sein Futter oder Spielzeug.
Parallel zu den ersten Übungen lernen die Hunde das Abstand halten. Bei einem realen Einsatz ist es wichtig, dass der Hund Abstand hält und die vermisste Person nicht bedrängt. Später wird das Bellen eingebaut. Die Hunde bekommen ihre Belohnung erst, wenn sie duch Bellen anzeigen, dass sie eine Person gefunden haben.
Die Prüfung zum Rettungshund besteht aus verschiedenen Modulen:
Modul Verhalten und Grundfertigkeiten
Beim Modul Verhalten und Grundfertigkeite wird noch kein großes Können vom Hund abverlangt. Es wird lediglich sein Wesen und sein Verhalten getestet. Der Hund soll weder ängstlich noch agressiv sein. Er soll auf Menschen zugehen können und erstes Suchverhalten zeigen. Das Modul darf ab einem Alter von 16 Monaten abgelegt werden. Zum Modul gehören unter anderem ein Spielkreis, Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen, Konfrontation mit Lärm, Feuer und unbekanntem Untergrund, sowie eine einfache Anzeige.
Modul Fachfragen
In diesem Modul werden anhand eines Fachfragenkatalogs die theoretischen Inhale der Ausbildung abgefragt. Die Prüfung wird digital abgelegt.
Modul Grundgehorsam
In diesem Modul wird der Grundgehorsam des Hundes überprüft. Die Prüfung eintspricht in etwa der Begleithundeprüfung, die alternativ ebenfalls abgelegt werden kann. Für die Ausbildung zum Mantrailer muss die Gehorsamsprüfung nicht abgelegt werden.
Modul Rettungshundeteam-Prüfung - Fläche
Die Rettungshundeprüfung ist die Voraussetzung, dass der Hund in den Einsatz gehen darf. Sie besteht aus einer Suche nach zwei Personen in einem festgelegten Waldstück in einer festgelegten Zeit. Der Hundeführer muss die Einsatzsituation erfragen, eine Suchtaktik wählen, mit der Einsatzleitung funken, den Fund der Einsatzleitung melden und die Betreuung der gefundenen Person übernehmen.
Modul Rettungshundeteam-Prüfung - Mantrailing
In der Prüfung zum Mantrail muss der Hundeführer mit dem Hund eine mindestens 12 Stunden alte Spur über eine Strecke von ca. 1,5 km in einer festgelegten Zeit folgen. Auch in dieser Prüfung muss die Einsatzlage erfragt werden, gefunkt und die vermisste Person betreut werden.
Alle zwei Jahre muss das Modul Rettungshundeteam-Prüfung wiederholt werden, um einsatzfähig zu bleiben.
Die meisten Städte und Gemeinden befreien einen Hund nach der bestandenen Prüfung von der Hundesteuer.